Landesjugendlager in Eberbach

In der ersten Augustwoche fand das Landesjugendlager der THW-Jugend Baden-Württemberg in Eberbach statt. Auch die Kirchheimer Jugendgruppe war mit 9 Junghelfern und vier Betreuern vor Ort.

Rund 600 Teilnehmer in 42 Gruppen aus ganz Baden-Württemberg versammelten sich vom 1. bis 8. August 2009 auf dem Eberbacher Festplatz „In der Au“. Veranstaltet wurde das Lager von der THW-Jugend Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem THW Ortsverband Eberbach. Besonders Matthias Hodbod, Kassier der Landesjugend, und der Eberbacher Ortsbeauftragte Ulrich Schaffer waren bereits seit über einem Jahr mit den Vorbereitungen beschäftigt.
Der Eberbacher Festplatz verfügt über eine angemessene Infrastruktur für ein Großlager – Strom, Wasser und Abwasser sind überall vorhanden. Dort wuchs bereits Tage vor dem Lager und während der Anreise eine Stadt aus fast 100 Zelten in den Himmel.
Die Anreise erfolgte mit rund 100 THW-Fahrzeugen, die zunächst auf einen Meldekopf geleitet wurden. Nach und nach fuhren die Gruppen auf den Lagerplatz.
Ein abwechslungsreiches Programm wartete auf die jugendlichen Teilnehmer. Das eigens eingerichtete THW-Reisebüro versorgte die Jugendbetreuer mit Informationen und die Teilnehmer mit Eis sowie anderen Leckereien. Neben 40 Besichtigungen von Unternehmen wie Campina, Radio Regenbogen und Großkraftwerk Mannheim standen Sport und Spiel auf dem Plan. Wie in der Feldküche ein leckeres Essen zubereitet wird, lernten die Teilnehmer vom Lagerkoch Stefan Jung. Weitere Workshops auf dem Lagergelände wie Porzelanmalerei, Schminken von Unfallverletzungen und Bau von Schwedenstühlen konnten gebucht werden. Die Metropolregion Rhein-Neckar bot den Gruppen auch sonst abwechslungsreiche Ausflugsmöglichkeiten. Direkt neben dem Lagerplatz befindet sich das städtische Sportgelände mit Freibad, welches bei durchweg gutem Wetter für Abkühlung sorgte.
Highlights im Abendprogramm waren ein Feldkino, bei dem der Film „Nachts im Museum 2“ gezeigt wurde. Am letzten Abend lockte eine Lagerdisco zurück auf den Platz.
Über die Erlebnisse und Angebote des vorherigen Tages berichtete „Die Wildsau“ als offizielle Lagerzeitung. Ein Redaktionsteam um Alessandro Silvestri aus dem OV Eberbach, Leiter des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit, erstellte und druckte die Zeitung direkt auf dem Lagergelände.
Um schnell in die Altstadt auf der anderen Neckarseite zu kommen, betrieb der THW OV Haßmersheim einen Fährverkehr. Den Neckar zu befahren war auch mit ausgeliehenen Kanadiern möglich. In der Innenstadt waren mehrere Schaufenster im THW-Design dekoriert. Während einer Stadtrallye erkundeten die Teilnehmer die Sehenswürdigkeiten in den verwinkelten Gassen der Stauferstadt.
Über 200 Lagerteilnehmer aus ganz Baden-Württemberg beteiligten sich mit dem Aufbau einer Gerätehütte und der Einzäunung des Geländes am neu angelegten „Interkulturellen Garten“. Die Brüder Sven und René Latki vom THW OV Heidelberg leiteten die Arbeiten.
Auch internationale Gäste waren nach Eberbach gereist. Die Jugendgruppe der russischen Katastrophenschutzorganisation aus Krasnodar war zu Gast bei ihrer Partnergruppe aus Weingarten. Schnell wurden neue Kontakte geknüpft, auch das Fehlen einer gemeinsamen Sprache stellte kein unüberwindbares Problem dar.
Die zentrale Lagerküche mit Berufs- und Hobbyköchen kümmerte sich um das leibliche Wohl der Teilnehmer. Über das Lager wurden 20.000 Brötchen, 10.000 Liter Getränke, mehr als eine Tonne Fleisch und Wurst sowie 5.000 Fruchtjoghurts ausgegeben.
Während des Landesjugendlagers wurde den angehenden Helfern der Erwerb des Leistungsabzeichens in bronze als Ausbildungsnachweis ermöglicht. Die THW Ortsverbände Neunkirchen, Mannheim und Pforzheim betreuten insgesamt sieben Stationen mit unterschiedlichen Aufhaben. Nach der Auswertung bekamen 33 Junghelfer das Leistungsabzeichen verliehen.
Den krönenden Abschluss bildete ein viertelstündiges Feuerwerk neben dem Lagergelände. Dieses wurde durch die Pyrotechnik-Gruppe des Kreis Bergstraße geplant und durchgeführt.
In zwei Jahren findet das nächste Landesjugendlager statt. Wer nicht so lange warten möchte kann 2010 das Bundesjugendlager in Wolfsburg besuchen.