Girls-day / Blaulichttag 2006

Letzten Donnerstag, am 27.April konnten ca. 240 Schülerinnen und Schüler der Max-Eyth Schule die Arbeit der Kirchheimer Rettungsorganisationen hautnah erleben.

Nach der sehr positiv verlaufenen Präsentation der Kirchheimer Rettungsorganisationen an der Teckrealschule im vergangenen Herbst bekamen diesmal acht Klassen der Max-Eyth Berufsschule einen Einblick in die Arbeit der Kirchheimer Rettungsorganisationen (DLRG, DRK, Feuerwehr, Malteser, THW). Konrektor Herr Schade sorgte mit seinem großen Engagement für einen reibungslosen Ablauf des umfangreichen Programms: "Für unsere Schüler ist es ein spannender Tag - Praxisunterricht der ganz anderen Art!"

Bereits um 7.35 Uhr lauschte die erste Klasse den ehernamtlichen Helfern, die zunächst im Klassenzimmer Ihre Arbeit, die Fortbildungsmöglichkeiten und natürlich die persönliche Motivation für Ihre freiwillige Tätigkeit in einer Präsentation darstellten. Nach diesem theoretischen Teil durften die Schüler in kleinen Gruppen auf dem Hof des Technischen Zentrums mehrere Praxisstationen besuchen. Diese Stationen wurden von 5-7 Helfern pro Organisation, die teilweise sogar Urlaub nehmen mussten, betreut. So konnten die Schülergruppen beim Technischen Hilfswerk (THW) mit dem schweren Bergungsräumgerät ihre Geschicklichkeit testen. Ziel war es mit dem Baggerarm ein Pendel punktgenau zu steuern: "Das ist schon irre, einmal selbst die Hebel in die Hand nehmen zu dürfen - aber auch ganz schön knifflig!" kommentiert ein Schüler seine ersten Versuche. Auch an der zweiten Station wurden die Schüler gefordert: sie durften sich mit einem speziellen Sicherheitsgurt vom Feuerwehrturm abseilen lassen. Bei den Maltesern und dem DRK bestaunten die Gruppen jeweils einen Rettungswagen von innen und lernten dabei verschiedene Rettungsgeräte, wie die Vakuummatratze und die Schaufeltrage, kennen. Außerhalb des Rettungswagen wurde von einigen Schülern Höchstleitung gefordert: sie konnten zeigen, was vom Erste Hilfe Kurs noch übrig geblieben ist - nämlich wie man bspw. einer verletzten Person den Helm abnimmt und sie dann in die stabile Seitenlage bringt. Die Feuerwehr hatte schweres Bergungsgerät - den so genannten Schere/Spreizer - vorbereitet. Mit viel Gefühl durften die Schüler damit mit Wasser gefüllte Plastikbecher aufnehmen und ohne unterwegs etwas zu verschütten, den Inhalt in einen großen Eimer leeren. An dieser Station wurde auch gezeigt, wie man mit so genannten "Hebekissen" u.a. schwere LKWs und Autos anheben kann. Die DLRG zeigte den Wilhelm Müller und den Trabandt, zwei ihrer Einsatzboote aus dem Bezirk Esslingen und dessen unterschiedlicher Einsatzmöglichkeiten. Da vermisste Personen im Wasser meistens nicht über der Wasseroberfläche sind und man einen Taucher einsetzen muss, wurde den Schülern gezeigt, wie ein Taucher angekleidet wird. Ihnen wurde auch erklärt, das die Leine, welche den Taucher und dem Leinenführer am Ufer verbindet, nicht nur zur Sicherung dient, sonder auch zur Kommunikation zwischen Taucher und Leinenführer genutzt wird.
Wie beim Taucher und Leinenführer ist auch die Kameradschaft, Kommunikation und das Vertrauen wichtig und wurde an diesem Tag unter den verschiedenen Organisation sehr eindrucksvoll gezeigt, damit die Zusammenarbeit und die Rettung des Patienten ohne Zwischenfälle abläuft.

Mit dabei waren außerdem: (externe Links)
DRK Kirchheim
Freiwillige Feuerwehr Kirchheim
DLRG Kirchheim
Malteser Hilfsdienst Kirchheim