Kirchheim unter Teck, 09.07.2018, von G.Köhrer

Politische Woche beim THW Kirchheim unter Teck

Bundestagsabgeordnete informieren sich beim THW Kirchheim unter Teck

Foto: Daniela Haußmann

Nicht alltäglicher Besuch beim Übungsdienst am Montagabend im THW Kirchheim. Die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Nils Schmid und Martin Gerster, begleitet vom hiesigen SPD-Gemeinderat Marc Eisenmann verfolgen direkt den laufenden Ausbildungsbetrieb von Aktiven und Jugend, während sie der Kirchheimer THW-Ortsbeauftragte Dr. Andreas Baumann gleichzeitig über Aufbau und Struktur seiner Einheit informiert.

Für Nils Schmid ist es ein Anliegen „die wichtige Aufgabe des THW stärker ins Bewußtsein der Bevölkerung zu bringen“. Deshalb, so MdB Schmid, habe die SPD-Fraktion auch dafür gestimmt, mehr Mittel im Bundeshaushalt bereit zu stellen, damit das THW insgesamt eine gute technische Ausstattung mit Fahrzeugen, Gerät und auch Liegenschaften bekommt. Aus diesem Grund habe er auch seinen Biberacher Abgeordnetenkollegen Martin Gerster mitgebracht. MdB Gerster ist Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestags und auch Vizepräsident in der THW-Bundesvereinigung.

Sehr angetan waren alle drei Besucher von der Arbeit der übenden Jugendgruppe. Diese baute vor ihren Augen nur aus Rundhölzern und Bindeleinen einen Steg, der im Einsatzfall den Übergang über Gräben und Bäche ermöglicht und sogar befahren werden kann. „Nicht immer“ so Ortsbeauftragter Andreas Baumann „stehen genügend Einsatzgerüstsysteme aus Metall zur Verfügung. Holz und Leinen lassen sich dagegen an jedem Einsatzort leichter beschaffen.“

Größtes Problem des Kirchheimer THW sind laut Baumann die Platzverhältnisse. Die vorhandene Unterkunft „platze aus allen Nähten, und sei mit 1500 qm nicht mal halb so groß wie eigentlich notwendig. Auch die Zufahrt mit schwerem Gerät ist nur sehr mühevoll möglich“ Eindrucksvoll wurde dies bestätigt durch die von einem Übungseinsatz zurückkehrende Räumgruppe. Das lange Gespann, LKW-Kipper mit Tieflader und aufgeladenem Räumgerät rangierten die Kraftfahrer mehr als 70 m rückwärts um Hindernisse herum durch die Zufahrt zu seinem Stellplatz. Jedes Mal eine fahrerische und auch gefährliche Herausforderung, so Baumann. Eine neue größere Unterkunft, hoffentlich wieder in Kirchheim sei in der Vorausplanung schon weit gediehen. Allerdings fehle noch die Zustimmung von BIMA und Bundesfinanzministerium. Hier erhoffe er sich weiterhin Unterstützung von der Politik, sowohl auf lokaler als auch auf Bundesebene.

Ein Übungsabend und geballte Information, beides kann hungrig machen. Die Küche des THW Kirchheim lud anschließend Besucher, Junghelfer und Aktive zu einer typischen schwäbischen „Einsatzmahlzeit“ mit Schnitzel, Spätzle und Rahmsoße. Von allen gerne angenommen. Schließlich speist THW-Mann/Frau nicht alle Tage mit gewählten Abgeordneten aus Bundestag und Gemeinderat.  

Bilder: Jan Münster


  • Foto: Daniela Haußmann

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