Hüde, 06.01.2022, von O.Kiedaisch und G.Köhrer

Sommerferien am Dümmer See

Für die Ferienfreizeit 2021 sah es dieses Jahr sehr lange Zeit so aus als würde es keine Probleme geben. Das CVJM-Freizeitheim in Burlage war mit Bedacht gewählt worden um die Freizeit veranstalten zu können. Auch die Corona-Zahlen waren soweit im Griff um Hoffnung zu schöpfen.

Doch kurz vorher entschied die Leitung der Bundesanstalt THW in Bonn in diesem Jahr doch besser keine Ferienfreizeiten anbieten zu wollen. Durch intensive Unterstützung der Herren Löffler und  Sandmann aus dem Landesverband Baden-Württemberg und unserem Ortsbeauftragten Dr. Andreas Baumann konnte die Leitung aber doch noch überzeugt werden und der Weg war wieder frei.

Doch dann kommt die Katastrophe im Ahrtal. Zwei Wochen vor der Abfahrt wird das THW zu seinem eigentlichen Zweck gerufen. Fahrzeuge und Betreuer fahren zum Einsatz ins Ahrtal und natürlich können keine THW-Fahrzeuge für die Ferienfreizeit der Jugend erübrigt werden. Doch mit vereinten Kräften gelingt das Unmögliche, die Organisation von gleich 3 Kleinbussen und dies kurz vor den Ferien. Gleich zwei Papas sind kurzfristig dazu bereit als Fahrer mitzukommen und auch die sich im Einsatz befindenden Jugendbetreuer zu ersetzen.

Am Freitagabend heißt es dann Gepäckabgabe und Antreten zum Corona-Schnelltest, ein letztes Bangen vor der Abfahrt. „Hoffentlich ist keiner positiv“ brummt Olli immer wieder vor sich hin, dem die Anspannung nicht nur wegen seiner Fußverletzung deutlich anzumerken ist. Doch dann ist es geschafft, die letzten Tests waren negativ und das Gepäck ist sicher in den Fahrzeugen verstaut. Damit ist endlich die letzte Hürde genommen. Sogar Betreuer Alex schafft es noch rechtzeitig aus dem Einsatz im Ahrtal zurückzukommen.

Am nächsten Morgen machen sich Markus und Alex mit ihrer Gruppe und dem Jugendanhänger im Schlepptau auf die lange Fahrt nach Burlage. Eine Stunde später ist dann auch die restliche Gruppe abfahrbereit und macht sich ebenfalls auf den Weg in den Norden. Am Abend ist es dann endlich geschafft. Nach 9 Stunden Fahrt kommen die Fahrzeuge endlich in Burlage an. Dort warten schon Heiko und Marina auf die Gruppe. Beide sind extra aus Hannover angereist um sich in diesem Jahr wieder um die Küche zu kümmern.

Nachdem die Zimmer bezogen und der Pool aufgebaut sind kann die Freizeit so richtig beginnen. Bei Ausflügen in das unberührte Moorgebiet und bei einer Kanutour auf dem See erfahren die jüngeren Teilnehmer mehr über die weitläufige Moorlandschaft und ihre Bewohner rund um den Dümmer See. So ist das Jahrtausenden entstandene Moor schon lange von Menschen bewohnt und genutzt worden.  Doch in wenigen Jahrzehnten ist es durch den industriellen Abbau von Torf fast komplett zerstört und die jetzige Landschaft mit vielen Entwässerungskanälen entstanden. Die älteren Jugendlichen dürfen bei einer Draisinenfahrt durch das Moor das weitläufige Gebiet einen ganzen Tag lang erkunden. Auch erfahren sie bei einem Seminar die Geschichte des U-Bootbunker Valentin in Bremen, ein Relikt  aus dem zweiten Weltkrieg und die erschreckende Geschichte der Zwangsarbeit bei seinem Bau.

Aber auch der Badespaß am eigenen Pool vor dem Haus und im 10 Minuten entfernten Dümmer See mit seinen Sandstränden und maximalen Wassertiefen von 1,20 Metern in der Mitte kommt nicht zu kurz. Da verwundert es nicht, dass so manchem bei diesem Programm die Woche bis zur Abfahrt viel zu kurz vorkommt. Auch der Besuch von Ortsbeauftragten Dr. Andreas Baumann am letzten Abend kann über das unvermeidliche nicht hinwegtäuschen. Am nächsten Morgen geht es auf die lange Fahrt in die Heimat.

Dort angekommen gilt dann „viele Hände, schnelles Ende“! Zügig sind die Fahrzeuge entladen und gereinigt. Dann heißt es Abschied nehmen und den Eltern von einer Woche Abenteuer am Dümmer See erzählen.

Ein besonderer Dank gilt dabei Markus Fritscher für die Begleitung mit seinem Bus und Familie Auer für die Durchführung der Schnelltest und Begleitung während der Freizeit. Ein herzliches Danke auch bei der Fa. Schmauder & Rau GmbH aus Kirchheim unter Teck für den zur Verfügung gestellten Kleinbus für unsere Freizeit.


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