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Schaffen von Rettungsöffnungen und Sichern angeschlagener Gebäudestrukturen: Typische Bergungsthemen im Fokus

Am vergangenen Samstag fand im Ortsverband Kirchheim ein intensiver Ausbildungszugdienst statt. Im Mittelpunkt standen Techniken der Fachgruppe Schwere Bergung (FGr SB) und der Bergungsgruppe (B), die im Ernstfall nach Gebäudeschäden oder Teil-Einstürzen lebensrettend sein können. Die Helferinnen und Helfer übten dabei den präzisen Umgang mit schwerem Gerät sowie den fachgerechten Aufbau von Abstützsystemen.

Eine der Kernaufgaben der Bergungsgruppen ist das Vordringen zu verschütteten Personen. Dass dies nicht immer über Türen oder Fenster möglich ist, war die Ausgangslage für die erste Station des Ausbildungstages. Hierbei stand das Schaffen von Rettungsöffnungen in tragende Wände und Decken auf dem Plan. Das Motto lautete dabei: „So groß wie nötig, so klein wie möglich“, um die ohnehin geschwächte Gebäudestruktur nicht weiter zu gefährden.

Für das Durchdringen von Beton und Mauerwerk kamen verschiedene Spezialgeräte der Schweren Bergung zum Einsatz. Die Helfer trainierten die Handhabung des Kernlochbohrgeräts, mit dem erschütterungsarme Öffnungen für Erkundungskameras oder Luft und Wasserversorgung geschaffen werden können. Für größere Öffnungen ist die Betonkettensäge geeignet: Mit diesem leistungsstarken Werkzeug lassen sich Schnitte und präzise Ecken in armierten Beton setzen, was den Zugang in engen Schadenslagen erheblich erleichtert. Neben dem Einsatz von schwerem Gerät, erstellt die Bergungsgruppe mit ihren handlicheren Gerätschaften das schnelle Erstellen von Zugängen z.B. durch Holzdecken.

Parallel zum Schaffen von Öffnungen ist die Sicherung der Umgebung essenziell. Jede bauliche Veränderung an einem instabilen Gebäude erfordert Maßnahmen zum Abstützen und Aussteifen. Die Einsatzkräfte nutzten hierfür neben Spindelstützen auch das Einsatz-Gerüst-System (EGS). So wurde der Aufbau einer kombinierten Wand- und Deckenabstützung geübt. Das vielseitige Baukastensystem ermöglicht es, Lasten sicher in den Boden abzuleiten und ein weiteres Nachgeben der Gebäudestruktur zu verhindern. Die Helfer vertieften dabei ihr Wissen über die korrekte Ableitung der Kräfte und die fachgerechte Sicherung der Gerüstbauteile unter realitätsnahen Bedingungen.

Gegen Ende des Dienstes zeigten sich die Ausbilder zufrieden mit dem Leistungsstand. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Bergungsgruppe und der Fachgruppe Schwere Bergung funktionierte reibungslos – ein entscheidender Faktor, da diese Einheiten im Einsatzfall oft Hand in Hand arbeiten. Nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft und der Reinigung des Geräts endete ein fordernder, aber sehr lehrreicher Tag im Ortsverband.

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der Evangelischen Kirchengemeinde Rohr-Dürrlewang für die Bereitstellung des Gebäudes zu Übungszwecken. 

 


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