Kirchheim unter Teck, 03.05.2019, von O.Kiedaisch & D.Gottelt

Retten aus Schächten

Das Retten von verletzten Personen aus Trümmern gehört zum kleinen Einmaleins der THW-Bergungsgruppen. Heute gehört das Thema auch für die Jugendlichen der THW-Jugend auf den Dienstplan.

Da es heute regnet, bauen die Betreuer und Unterführer die auf den Beginn der Dienstbesprechung warten, den Übungstunnel aus Europaletten in der GKW1-Garage auf und lassen den Tunnel vor der Wartungsgrube für Fahrzeuge enden. Nicht ganz zufrieden betrachten stehen die Erbauer vor ihrem Werk und plötzlich ist die Idee da: "Warum nicht die Wartungsgrube mit einbauen?"

Gesagt getan, und so erklärt Ausbilder Alex den kurze Zeit später angetretenen Junghelfern das Übungszenario: " Eine Autowerkstatt ist aufgrund des starken Regens zusammengebrochen. Ein Arbeiter wird noch vermisst. Er war vermutlich in der Wartungsgrube. Um zur Wartungsgrube zu gelangen, muss sich die 1. Bergungsgruppe einen Weg durch die Trümmer schaffen."

Gleich am Eingang zu dem vermuteten Tunnel durch die Trümmer wartet die erste Herausforderung: eine Platte versperrt den Weg, doch für die findigen Junghelfer kein unlösbares Problem - vorsichtig heben sie die Platte mit der Zahnstangenwinde an, sichern sie anschließend und im Nu ist der erste Zugang geschaffen.

Doch den heute besonders motivierten Betreuern ist noch allerhand mehr eingefallen: im Tunnel versperrt noch allerhand Gerümpel den Weg bis zur verletzten Person, so müssen die Junghelfer aus dem engen Tunnel kleine Trümmer transportieren, Holzlatten zersägen, ein Baustahlgitter zerlegen und dünne Eisenstangen durchtrennen. Kurz vor dem Verletzten wartet dann noch ein Fass mit Gefahrgut, das dann aber glücklicherweise leer ist.

Nach zwei Stunden harter Arbeit, in der auch noch die Einsatzstelle ausgeleuchtet werden musste, ist der Verletzte dann endlich gerettet. Nach dem erstaunlich schnellen Abbau der Übungsanlage ziehen die Junghelfer erschöpft aber glücklich Resümee: "Geil"


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