Kirchheim unter Teck, 14.12.2019, von G.Köhrer

Jahresabschluss beim THW Kirchheim: Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr mit Einsätzen und Helfergewinnung.

Es ist ein guter Brauch beim THW in Kirchheim, dass der letzte Zugdienst der Einheiten vor Weihnachten immer als Jahreshelferversammlung stattfindet, mit der Rückschau auf das Jahr und Ausschau auf das Kommende. Bei der diesjährigen Versammlung von THW-Ortsverband, THW-Jugend und THW-Helfervereinigung waren sich alle Berichterstatter einig: „Es war ein rundum gelungenes Jahr. Wir haben in allen drei Bereichen gute Arbeit geleistet!“

Der Lehrsaal reichte nicht aus. Die Fahrzeughalle wurde zum Versammlungsort. Mario Zirlik, stv. Ortsbeauftragter präsentierte den Querschnitt durch das Jahr in Vertretung für den erkrankten Ortsbeauftragten Dr. Andreas Baumann.

Eine stolze Bilanz: 26000 Helferstunden wurden 2019 bis jetzt geleistet, davon 19700 Stunden durch die Aktiven und 6300 Stunden durch die Jugend. Nach bestandener Grundausbildung traten 7 neue Helfer in den verschiedenen Gruppen ihren Dienst als Aktive an. Auch die Jugend ist personell gewachsen. Die beiden Jugendgruppen verstärkten sich um 18 Junghelfer, wobei 12 davon von den Jüngsten, den „Minis“ gekommen sind, nachdem sie die Altersgrenze (10 Jahre) erreichten. Aber gleichzeitig sind 13 neue Minis wiederum bei unseren Jüngsten eingetreten, so dass diese Nachwuchsgruppe ihren hohen Kinderanteil beibehalten konnte. Seit September sind nun auch 2 Bundesfreiwilligen-Dienstleistende, sog. „Bufties“im Ortsverband tätig. Sie unterstützen zum einen die Ehrenamtlichen im administrativen  Bereich, sind aber auch nach ihrer Grundausbildung als aktive THW-Helfer in den Einheiten eingesetzt.

Bei insgesamt 7 Einsätzen waren verschiedene Fachgruppen aus Kirchheim in mehreren Landkreisen im mittleren Regionalbereich aber auch einmal in Oberbayern im Einsatz. Der neue Radbagger der Fachgruppe Räumen, erst Anfang 2019 in Dienst gestellt, wurde bei 4 Einsätzen zur Hilfeleistung von den jeweiligen Einsatzleitungen angefordert. Bei mehreren regionalen und länderübergreifenden Wochenend-Ausbildungen und -Übungen konnten die einzelnen Kirchheimer Fachgruppen ihr Können beweisen und die Zusammenarbeit und Kommunikation mit anderen Fachkräften und Rettungsdiensten erproben. „Das hat immer richtig gut geklappt und allen Spaß gemacht!“, lobte ein sichtlich zufriedener Mario Zirlik seine Kameradinnen und Kameraden, bevor er sich dem neuen Jahr zuwandte. Weiterhin ein großes Problem sind die beengten Räumlichkeiten bei einem sich stärke- und ausstattungsmäßig wandelnden Ortsverband. Dies ist nicht zuletzt dem so genannten Rahmenkonzept geschuldet, mit dem sich das THW auf die veränderten Gefahrenlagen wie etwa zunehmende Extremwetterlagen wappnet. In Folge dieses Konzeptes wird eine Fachgruppe N (Notversorgung und Notinstandsetzung) im Ortsverband Kirchheim unter Teck neu aufgestellt. Nicht zuletzt dadurch ist eine neue wesentlich größere Unterkunft  notwendig. Die Planungen darüber sind bereits angelaufen. Die Kirchheimer THWler hoffen, dass 2020 hierzu weiteren Fortschritt bringen wird. 

Volles Programm bei der Jugend: Auch bei den Ausbildungen, Aktionen und Freizeiten der  der THW-Jugendgruppen war 2019 stets volles Programm angesagt. Ein sichtlich zufriedener Olli Kiedaisch, stv. Jugendleiter im OV lies nochmals die Höhepunkte kurz Revue passieren. Rodelfreizeit auf der Alb, sommerliche Kanufahrten auf der Donau, Bundesjugendlager in Rudolstadt, Apfellese und Saftpressen im Herbst, daneben  Ausbildungen, Leistungsabzeichen und Übungen, auch zusammen mit benachbarten Jugendfeuerwehren mit gegenseitigen Besuchen, wahrlich ein stolzes Programm, das die Jugend mit ihren Betreuern absolvierte. Auch die Jüngsten, die THW-Minis hatten viel Spass im Dienst. Ein Erlebnis der besonderen Art war natürlich bei ihnen wieder das Übernachten im OV mit spannendem Rahmenprogramm dazu. Einen besonderen Dank galt den unterstützenden Betreuern aus der aktiven Helferschaft. Ohne sie, so Kiedaisch schmunzelnd, wäre die „Rasselbande“ manchmal nur schwer zu bändigen. 

Für die THW-Helfervereinigung e.V. gab Schatzmeister Rainer Stephan einen Finanzbericht zum Besten. Er hob die Spende der Volksbank an den Förderverein hervor, mit der eine neue Mastaufsatzleuchte als modernste Lampentechnik beschafft werden konnte. Stephan war es vorbehalten, mit Gerhard Köhrer und Alfred Stutz zwei verdiente Helfer und Mitstreiter zu ehren, die sich seit Anfang der 1970er-Jahre auf vielfältige Weise ehrenamtlich engagieren und somit schon von der Partie waren, als das THW noch im alten Farrenstall in der Bismarckstraße residierte.

Nach all den Ausführungen, Berichten und Ausblicken überkam manchen der anwesenden Helfer doch ein nagendes Hungergefühl, das sich am zwischenzeitlich aufgebauten warmen Büfett mit gemischtem Braten, Schnitzel, Spätzle, usw. anschließend wirksam bekämpfen lies. Verpflegungslogistik, und das weiß jede THW-Führungskraft ist unabdingbar für einen erfolgreichen Einsatz. Auch und gerade bei der Jahreshelferversammlung!

Frohe Weihnacht!      


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