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Andelfingen,

Alle Jahre wieder: Kirchheim trainiert mit 20 Helfenden in der Schweiz beim CSTES 2026

Bereits zum fünften Mal machen sich am verlängerten Himmelfahrtswochenende Kirchheimer Helferinnen und Helfer auf den Weg zum Ausbildungscamp „Comprehensive Survey & Training for Emergency Services“ (CSTES). Ziel der insgesamt rund 70 Einsatzkräfte aus sechs THW-Ortsverbänden ist das schweizerische Andelfingen, das mit dem Gelände des Ausbildungszentrums für Zivilschutz ideale Bedingungen für praxisnahe Ausbildungen bietet.

Früh morgens geht es am Donnerstag für die 20 Kirchheimer Teilnehmenden aus unterschiedlichsten Einheiten los zum Treffpunkt der Kolonne bei Rottenburg. Auch das Fahren im Verband ist bereits Teil des umfassenden Programms für die kommenden vier Tage. In der Schweiz angekommen geht es abends gleich los mit der ersten von zwei Atemschutz-Einsatzübungen, die für die teilnehmenden Atemschutzgeräteträger die Einsatzbefähigung sicherstellen. Neben herausfordernden Aufgaben erhöht auch ein eingespielter Atemschutznotfall das Stresslevel der Fachkräfte. 

 

Der Freitag und Samstag umfasst verschiedene Ausbildungsstationen für die über die Ortsverbände hinweg gemischten Bergungsgruppen. Die Helferinnen und Helfer erleben Andelfingen aus unterschiedlichen Perspektiven: an einer Station geht es mit Hilfe des Einsatzgerüstsystems (EGS) hoch hinaus und beim Retten aus Trümmern wird unter der Erde gekraucht und gerobbt und Lasten werden mit schwerem Gerät angehoben. Bergungsausbilder Nico Mirl ist stolz: „Einige der Teilnehmer wachsen an den Tagen über sich hinaus und überwinden ihre Ängste in engen Räumen.“ Abgerundet werden die Tage durch das Training der klassischen Rettungsmethoden der Bergung zum Retten von Personen sowie das Abstützen von Gebäuden mit unterschiedlichen Methoden. 

 

Für die Fachausbildung der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (N) und Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen (WP) dreht sich alles rund um das Thema Wasser. An einem Tag üben die Helferinnen und Helfer den praxisnahen Umgang mit verschiedenen Pumpen innerhalb von überfluteten Gebäuden und den Aufbau der passenden Stromversorgung. Das Arbeiten auf dem Wasser rundet das Programm ab und unter der Anleitung von Ausbilder Reinhard Römer wird die manuelle Bootsbedienung auf dem angrenzenden See durch praktische Übungen zum Erlebnis.

 

In der Führungsausbildung des Wochenendes befassen sich Teilnehmende aus dem Zugtrupp, dem Fachzug Führung und Kommunikation (FK) und dem OV-Stab intensiv mit den Führungsmitteln des Technischen Zugs und der Aufbereitung von Informationen für unterschiedliche Einsatzlagen. Das Schwierigkeitslevel steigt in jeder praktischen Übung und insbesondere bei der Leitung des AGT-Einsatzes am Freitag ist Kommunikation und Einsatztaktik gefordert. Ausbilder Jürgen Bogdahn ist zufrieden: „Die Ausbildung lebt vom Austausch zwischen den Helfern und dem Einbringen von den individuellen Erfahrungen aus Einsätzen und Übungen.“ 

 

Auch während des CSTES gilt „Mit leerem Bauch arbeitet es sich schlecht“. Daher sorgen die Teilnehmer der Ausbildung „Feldkoch THW“ unter professioneller Anleitung des Hauptorganisators und Bereichsausbilders Michael Bulling für die hervorragende Verpflegung aller. Dabei kommen sowohl die Großküche vor Ort als auch feldmäßige Küchenmodule zum Einsatz. 

 

Erschöpft aber zufrieden machen sich alle am Sonntag auf den gemeinsamen Heimweg nach Deutschland und freuen sich schon über Michael Bullings Ankündigung, dass die Planungen für das nächste Jahr bereits anlaufen. Auch aus Kirchheimer Sicht ist das Wochenende ein voller Erfolg und Co-Organisatorin Anna Mirl zieht Resümee: „Die OV-übergreifende Vernetzung und die strahlenden Gesichter der Teilnehmenden über das neue Erlernte sind jedes Jahr wieder überwältigend.“

 

Auch auf Bundesebene wird von dem Ausbildungswochenende berichtet: https://www.thw.de/SharedDocs/Meldungen/DE/Uebungen/Ausland/2026/grenz%C3%BCbergreifendes_training.html 


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