Beuren, 29.09.2019, von O.Kiedaisch & G.Köhrer

Äpfel sammeln für die Jugendfreizeit

An Ausflügen, Übungen, Festen, Zeltlagern, Hüttenfreizeiten und an den Minidiensten verbrauchen die Kirchheimer THW-Minis und -Junghelfer hunderte Liter Getränke im Jahr. Beliebt bei allen ist neben verschiedenen Eisteesorten vor allem Apfelsaftschorle, das es im und am Rande des Biosphärengebiet Schwäbische Alb mit vielen Hektar Streuobstwiesen überall zu kaufen gibt.

Den Apfelsaft aus unserer Heimat gibt es bei uns in Kirchheim unter Teck zwar überall in allen erdenklichen Varianten und Preisstufen zu kaufen und gehört zu unseren Lieblingsgetränken vor allem an den heißen Tagen im Jahr.

Aber wäre es nicht toll, ganz genau zu wissen welcher Apfel in unserem Saft landet?

Diese Chance bietet sich den Junghelfern durch die Gebrüder Walter aus Beuren beim heutigen Dienst. Dank ihrer großzügigen Spende von garantiert unbehandelten und ungespritzten Äpfeln zum selber auflesen von den Streuobstwiesen in Beuren machen sich die Junghelfer und ihre Betreuer früh am Morgen auf den Weg zur Apfelernte. "Gar nicht so einfach unsere Bäume in dem riesigen Gebiet mit mehreren 1000 Apfelbäumen zu finden" stellen die Junghelfer fest. Nur gut dass Betreuer Olli genau weiß welche Bäume uns gehören, denn die falschen Äpfel zu ernten wäre schließlich fatal und auch noch Diebstahl.

Nachdem die richtigen Bäume gefunden sind, geht es endlich los. Kurz erklärt Olli noch einmal wie die Äpfel mit dem Schüttelhaken richtig vom Baum geschüttelt werden und welche Äpfel aufgelesen werden können und welche besser liegen bleiben sollten. Und schon nach kurzer Zeit auflesen und Eimer schleppen meldet Betreuer Marci vom Fahrzeug "Alle Kisten und Säcke voll, wir können abgeben!"

Aus unseren Äpfeln wird unser Saft!

Das verarbeiten unserer Äpfel zum eigenen Apfelsaft übernimmt die Lohnmosterei Getränke Stollen in Beuren mit ihren professionellen Pressen und Abfüllanlagen. Dort angekommen schütten die Junghelfer ihre aufgesammelten Äpfel in eine Gitterbox. Nun erklärt Besitzer Frank Adolf jeden einzelnen Schritt der Anlage: Zuerst werden die Äpfel gewaschen und  sortiert, anschließend gepresst und noch pasteurisiert, bevor der Saft am Ende in 25 Bag-in-Boxes mit jeweils 5 Litern Inhalt abgefüllt wird. Zum Schluss bekommen die begeisterten Junghelfer noch eine Kostprobe vom Apfel-Kirsch Saft geschenkt.

In der Unterkunft wieder angekommen, probieren die Jugendlichen die Früchte ihrer Arbeit. Zusammen mit ein paar LKW (LeberKäseWeckle) lassen sie sich den eigenen Apfelsaft schmecken. Immerhin haben die Junghelfer heute fast 250kg Äpfel geschüttelt und aufgelesen. Aus ca. 150kg Äpfeln wurde Apfelsaft, der Rest wurde bei einer Apfelannahmestelle gegen einen kleinen Obolus abgegeben.

Wir möchten uns herzlichst bei den Gebrüder Walter für die großzügige Apfelspende bedanken.


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