So auch bei der heutigen Quartalsausbildung, die coronagerecht in kleinerem Rahmen mit 2 Trupps zu je 4 THW-Helfern an unterschiedlichen Übungsorten stattfindet. Einsatzannahme ist eine vermisste Person im Raum Hohenneuffen. Die schwierigen Geländeverhältnisse an der Abbruchkante der Schwäbischen Alb erfordern den Bau einer Relaisstelle, damit alle BOS-Einsatzkräfte sicher über Funk oder Telefon erreicht werden können.
Am Bergwachthaus am Engelhof oberhalb von Lenningen auf der Schwäbischen Alb wird der FüKomKW stationiert und am Gleitschirmplatz Neuffen Nord der FüKW. Zur Weiterleitung und Verstärkung der elektromagnetischen Wellen im BOS-Funk werden im Analogfunkbereich zwei 4m Relais und ein 2m Relais gebaut und geschaltet. Im BOS-Digitalfunk sind zwei Tetra-Repeater und ein Tetra-Gateway einzurichten und zu erproben. Ob die funktechnische Ausleuchtung in dem zerklüfteten Gelände auch so wie erhofft klappt und die Einsatzkräfte auch erreicht werden können, wird mittels Fußstreifen durch die THW-Helfer getestet, ebenso die gegenseitige Erreichbarkeit der beiden Standorte.
Als Besonderheit wird an jedem Standort noch ein keines Feldtelefonnetz (Awitel) aufgebaut und mittels einem Zubehör (Awinap) eine Funkbrücke zwischen den beiden Standorten getestet. Sinn und Zweck ist die Weiterleitung von drahtloser Funkkommunikation in ein drahtgebundenes Telefonnetz bzw. umgekehrt. Hier zeigt sich allerdings, dass diese nicht ganz einfache Verbindung noch eingehender erprobt werden muss, da es nicht gleich auf Anhieb geklappt hat. Als Hausaufgabe nehmen die beiden Übungsleiter Gerold S-E.und Micha K. mit, dass es hier durchaus noch Verbesserungspotential für eine der nächsten Ausbildungen im Relaisstellenbau gibt, nur eine der vielfältigen Aufgaben der Fachgruppe FK im RB Göppingen.