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Helfer im Einsatz

Kirchheim "teckt" anders


Kirchheim unter Teck, 21.04.2007 - "Kirchheim teckt anders" eröffnete der Kirchheimer THW Ortsbeauftragte Andreas Baumann sein kurzes Grußwort. "Wir kennen unsere Neuerungen bereits und haben deswegen prominente Besucher gebeten, die Fahrzeuge und Geräte in ihren eigenen Worten vorzustellen." Keine leichte Aufgabe, wenn man die vielen technischen Bezeichnungen und Abkürzungen für alle verständlich erklären soll.
Deswegen hatten vorab alle die Möglichkeit, mit einem Glas Sekt in der Hand und bei strahlendem Sonnenschein die Gerätschaften und den neuen Gerätekraftwagen (GKW I) aus nächster Nähe zu betrachten. Die Besucher des Festaktes nahmen in den THW Fahrzeugen Platz, ließen sich die Ausrüstung vorführen und Einsatzbeispiele beschreiben. "Das waren richtig tolle Gespräche" bestätigt eine Kirchheimer THW Helferin die interessierte Besucherschar.
Der zweite Teil des Abends fand im Festsaal der Kirchheimer Feuerwehr statt. Oberbürgermeisterin Frau Matt-Heidecker übernahm die Patenschaft für den neuen Gerätekraftwagen (GKW I). Sie lobte das ehrenamtliche Engagement der 50 aktiven Kirchheimer THW Helfer und hob die erfolgreiche Jugendarbeit hervor. "Die rund 30 jungen THW Helfer lernen spielerisch für's Leben." Bei der Vorstellung des neuen Fahrzeuges bewies die Oberbürgermeisterin ihr Verständnis für technische Details und sprach kenntnisreich über die umfangreiche Ausstattung. Als Einsatzbeispiel für den nun stillgelegten Vorgänger GKW erinnerte sie sich an eine ganz besondere Situation: "Im Winter vor wenigen Jahren drohten frisch geborene Schafe am Albrand zu erfrieren. Das THW baute damals im Schneesturm kurzerhand einen sicheren Unterstellplatz mit Werkzeugen aus dem GKW I."
Der Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich (CDU) beschrieb den anwesenden Gästen die Aufgabenerweiterung der Kirchheimer Bergungsgruppe (BG 2) im Rahmen der Umgruppierung von "leicht" zu "schwer". "Das ist nicht nur eine Namensänderung, sondern eine wirkliche Erweiterung." Als Beispiel nannte er Spezialwerkzeuge wie die Betonkettensäge, das so genannte Kernlochbohrgerät und das Plasma-Schneidgerät, das mit großer Hitze Metall durchtrennen kann. Der Bundestagsabgeordnete betonte außerdem die überregionale Bedeutung des THW: "Das THW ist vor allem durch seine Einsätze bei Katastrophen im Ausland die Visitenkarte der Bundesrepublik Deutschland".
Dass Kirchheim wirklich anders "teckt", bestätigte die Vorstellung der dritten Neuerung. Was andernorts ein Novum wäre, ist in Kirchheim fast schon eine Selbstverständlichkeit: Die enger werdende Zusammenarbeit und Kameradschaft zwischen der Feuerwehr und dem THW. So übernahm der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Michael Grieninger die Patenschaft für den so genannten GKW III, einen LKW für die Örtliche Gefahrenabwehr (ÖGA). "In vielen hundert Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben Helfer des THW Kirchheim dieses zwanzig Jahre alte Fahrzeug wieder restauriert und mit umfangreichem Pumpen und Beleuchtungsmaterial ausgestattet. Damit sind wir gemeinsam noch besser im Einsatz." Herr Grieninger wünschte allzeit gute und sichere Arbeit mit dem wieder in Betrieb gesetzten Fahrzeug.
Neben den vortragenden Prominenten nahmen weitere Ehrengäste an dem Festakt teil, darunter der Kirchheimer Bürgermeister Günter Riemer, die Landtagsabgeordneten Carla Bregenzer (SPD) und Karl Zimmermann (CDU) sowie der Revierleiter der Kirchheimer Polizei Thomas Pitzinger und der Leiter der Autobahnpolizei Mühlhausen Wilhelm Holl. Darüber hinaus waren Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich, der Amtsleiter des Landratsamt Esslingens Ernst Ruoss sowie Vertreter der anderen Hilfsorganisationen und des THW anwesend.
Den musikalischen Rahmen gestaltete die junge Kirchheimer Band "Schmid und Schneider" mit sommerlich groovigen Sounds.

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