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Ehrennadel des Landes für Richard Hummel
Für seine besonderen Verdienste um das Technische Hilfswerk (THW) Kirchheim wurde Richard Hummel aus Zizishausen ausgezeichnet. Oberbürgermeister Otmar Heirich händigte am vergangenen Montag auf dem Nürtinger Rathaus die vom Ministerpräsidenten verliehene Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg an den Chef der Kirchheimer Hilfsorganisation aus. Der Geehrte möchte im Ehrenamt weitermachen und sich nicht auf den von ihm so genannten "Seniorentrip" begeben.
NÜRTINGEN. Es ist schon eine besondere Ehrung, die dem gebürtigen Unterensinger Richard Hummel zuteil wurde. Im Regelfall wird vom Land Baden-Württemberg mindestens eine fünfzehnjährige leitende Tätigkeit im Ehrenamt verlangt. Ein Kriterium, das Hummel locker erfüllte. Seit 1985 leitet er erfolgreich die Geschicke der THW-Helfervereinigung, dem Förderverein für das Technische Hilfswerk in Kirchheim.
Oberbürgermeister Heirich lud neben dem Geehrten dessen Ehefrau und eine Delegation der Kirchheimer THW-Mannschaft zur feierlichen Zeremonie ein. Das Stadtoberhaupt listete detailliert den Werdegang Richard Hummels von dessen Diensteintritt als Helfer im Jahr 1980 bis zum aktuellen Aufgabenbereich auf. Daneben ist er seit über 20 Jahren Erster Vorsitzender des seinerzeit neu gegründeten THW-Fördervereins und als solcher beim Amtsgericht ins Vereinregister eingetragen. Heirich hob in seiner Laudatio auf Hummels "hervorragendes, bürgerschaftliches Engagement" und dessen Vorbildfunktion ab.
Die berufliche Tätigkeit Hummels als Kfz-Sachverständiger ist dem THW schon oft zu Gute gekommen. Die sehr gute Ausstattung des Kirchheimer Ortsverbands mit Fahrzeugen und Geräten ist in hohem Maße auf die guten Kontakte Hummels zur Wirtschaft und ins "berufliche Milieu" zurückzuführen. Seine erfolgreiche Spendensammlertätigkeit tut das übrige hinzu.
Für den Förderverein dankte Schatzmeister Rainer Stephan dem Freund und Helfer. "Du hast immer nur gegeben und nie eine Gegenleistung erwartet", umschrieb der langjährige Wegbegleiter Hummels dessen soziales und uneigennütziges Engagement. Trotz zusätzlicher beruflicher Belastung als Gesellschafter im Speditionsbetrieb der Familie habe Richard Hummel sich immer Zeit für "sein" THW genommen.
Dr. Andreas Baumann hob auf "Richies" vielfältiges Wirken ab, das sich auch bei Auslandseinsätzen in Russland gezeigt habe. "Du bist dir für keine Aufgabe zu schade gewesen", lobte der Kirchheimer Ortsbeauftragte den tatkräftigen Mitstreiter.
Der Geehrte bedankte sich für die Glückwünsche und gab einige Episoden aus seinem Leben im THW zum Besten. Sehr prägnant seien die Hochwassereinsätze im Oderbruch und an der Elbe sowie der Stegbau am Aileswasen in Neckartailfingen gewesen. Kameradschaftlich und erfreulich gut zeige sich heutzutage auch das Verhältnis zur Feuerwehr.
Walburga Hummel bekam vom Oberbürgermeister einen Blumenstrauß überreicht als Anerkennung für die Zeiten, auf die sie auf ihren Ehemann verzichten musste und womöglich auch zukünftig muss.
(Bild rechts)
OB Otmar Heirich heftet die Ehrennadel des Landes ans Revers von Richard Hummel (rechts) für seine Verdienste im Ehrenamt um das THW Kirchheim.
Text und Bild von Rainer Stephan
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